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2640 Prigglitz, Österreich

Eine kleine Geschichte  -  wie alles begann


Ich wollte unbedingt freifliegende Pfauen in unserem Garten haben. Da wir direkt am Waldrand wohnen, dachte ich, die Pfauen könnten auf den von ihnen gewählten Bäumen nächtigen. Ein freilebender Pfau, der von einem Baum herabfliegt, ist ein wahres Schauspiel. Ihre Winterhärte bis etwa -20°C und die Standorttreue würden das ermöglichen – wobei Winterhärte nicht gleichbedeutend mit Wohlgefühl ist (dazu mehr unter Informationen). Doch ich habe die Rechnung ohne diesen majestätischen Ziervogel gemacht.

Die Realität sah jedoch anders aus: Sie schliefen selten in einem Baum, meistens übernachteten sie auf dem Dach des Hauses, was ebenfalls ein schöner Anblick war, und tagsüber hielten sie sich mehr auf der Terrasse als im angrenzenden Obstgarten auf. Zwar machten sie ihre Runden und erkundeten ihr Revier, doch gelegentlich kamen sie abends nicht zurück. Nach mehrstündiger Suche musste ich wegen der Dunkelheit aufgeben; erst am nächsten Tag fand ich sie wieder, und es dauerte zwei Stunden, bis ich sie alle wieder nach Hause treiben konnte.


Ein Jahr lang blieb alles gut, sie waren zu Hause, doch dann wurde mir klar, warum sie sich so oft in der Nähe des
Hauses aufhielten und sich versteckten. Als Hauptprädator konzentrierten wir uns auf den Fuchs und kontrollierten jeden Abend, wo sich jedes einzelne Tier zur Ruhe gesetzt hatte. Doch eines Morgens im November schlug der Bussard zu. Er hatte die Situation lange beobachtet, und an diesem Tag war es für ihn günstig. Leider hatte er es auf eine wunderschöne, teure Henne abgesehen, die uns sehr ans Herz gewachsen war. 

Es stellte sich heraus, dass der Fuchs nicht das Problem war; die wahre Gefahr kam von oben, von mir unterschätzt. Daraufhin beschlossen wir, eine große Voliere zu bauen, um der Gruppe Sicherheit zu bieten. Dies wurde von ihnen erstaunlich dankbar angenommen, und sie gingen ohne Zwang freiwillig in ihr neues Zuhause.

Freiflug von Pfauen ist möglich! Lassen Sie sich von meiner Erfahrung nicht entmutigen. Viele Halter lassen ihre Tiere über Jahre hinweg frei fliegen und selbstständig leben. Natürlich gibt es sowohl Vorteile als auch Nachteile. Im Falle von Beutegreifern und wenn die Hennen ihre Nester irgendwo verstecken, sind sie natürlich in Gefahr, beispielsweise einem Fuchs zum Opfer zu fallen. Der Vorteil des Freiflugs besteht darin, dass sich die Pfauen größtenteils selbst versorgen können – sie benötigen nur eine Wasserstelle und im Winter, wenn Schnee und Eis den Boden bedecken, Zugang zu Kornfutter.


Es ist außerdem wichtig, ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn zu pflegen. Pfaue können ihren Bewegungsradius schnell bis zu einem Kilometer Luftlinie ausdehnen. Selbst in ländlichen Gebieten kann der nächste Nachbar und der nächste Hühnerstall schnell besucht werden.

Leider habe ich mit den vielen Greifvögeln in unserer Umgebung weniger Glück, und meine Tiere sind mir zu kostbar, um sie an eine Bussardfamilie zu verlieren. Daher halte ich diesen intelligenten Ziervogel in der Voliere. Mittlerweile habe ich jedoch den Eindruck, dass meine Pfaue verstehen, dass die Voliere ihnen Schutz und Sicherheit bietet, und sie sind daher sehr entspannt, wenn Greifvögel über der Voliere kreisen.

DER PFAU UND SEINE BEDEUTUNG


Im Christentum der westlichen Welt wird der Pfau oft als eitler Vogel bezeichnet. Es ist allgemein bekannt, dass ein Mann, der sich besonders schön kleidet, leicht mit einem „eitlen Pfau“ verglichen wird. Historisch hielten mächtige Herrscher Pfauen in ihren Gärten, was den Vogel zu einem Symbol für Macht, Reichtum, Stolz und Unsterblichkeit machte.

In Indien und anderen asiatischen Regionen, wo der Pfau seinen Ursprung hat, wird er jedoch ausschließlich positiv wahrgenommen. Hier symbolisiert der Pfau Schönheit, Freude, Liebe, Mut und Wiederauferstehung und wird als Ausdruck des Göttlichen in seiner vollendeten Form sowie des Paradieses angesehen. Wenn man einen Pfau sein Rad schlagen sieht, ist man von der Pracht und Farbenvielfalt dieses majestätischen Vogels fasziniert.

Er möchte dir sagen:
„...du bist schön und stolz, zeige deine Schönheit der Welt, sei mutig, strahle, feiere, tanze und besinge dein Sein auf dieser Erde...“

DIE NATUR ERSCHUF EIN KUNSTWERK IM RAUSCHE DES GLÜCKS – EIN GESCHÖPF VON ANMUT, SELBSTBEWUSSTSEIN UND GÖTTLICHER SCHÖNHEIT !